Jedes Virus wird nur an seinem eigenen Verlauf der letzten zwei Jahre gemessen.
Die neueste Woche (KW 40/2026) ist noch unvollständig und wird noch nicht verwendet (4 von 11 Anlagen). Mehr dazu
moderat, steigend
Wochenwert KW 39/2026 (jüngster Messtag 27.09.2026, vor 17 Tagen): 3.4·10¹² Genkopien pro Tag und 100’000 Einwohner. Verlauf anzeigen
SARS-CoV-2: Varianten im Abwasser
XFG 86 Prozent KP.2 5.6 Prozent, XEC 2.3 Prozent, NB.1.8.1 2.3 Prozent, KP.3 2.1 Prozent, LP.8 1.4 Prozent
Grundniveau, stabil
Geringe Aussagekraft: 80 Prozent der Einzelmessungen der letzten zwei Jahre liegen unter der Bestimmungsgrenze. Ergebnis mit besonderer Vorsicht lesen. Mehr dazu
Wochenwert KW 39/2026 (jüngster Messtag 27.09.2026, vor 17 Tagen): 6.3·10¹⁰ Genkopien pro Tag und 100’000 Einwohner. Verlauf anzeigen
Grundniveau, fallend
Geringe Aussagekraft: 84 Prozent der Einzelmessungen der letzten zwei Jahre liegen unter der Bestimmungsgrenze. Ergebnis mit besonderer Vorsicht lesen. Mehr dazu
Wochenwert KW 39/2026 (jüngster Messtag 27.09.2026, vor 17 Tagen): 1.2·10¹⁰ Genkopien pro Tag und 100’000 Einwohner. Verlauf anzeigen
Grundniveau, fallend
Geringe Aussagekraft: 84 Prozent der Einzelmessungen der letzten zwei Jahre liegen unter der Bestimmungsgrenze. Ergebnis mit besonderer Vorsicht lesen. Mehr dazu
Wochenwert KW 39/2026 (jüngster Messtag 27.09.2026, vor 17 Tagen): 1.6·10¹⁰ Genkopien pro Tag und 100’000 Einwohner. Verlauf anzeigen
Jede Skala läuft von grün über gelb nach rot. Der Marker zeigt, wo der aktuelle Wert im Vergleich zu früheren Werten liegt, und das Wort darüber fasst diese Position in fünf Stufen zusammen. Die Skalen zeigen, wie viel Erbgut eines bestimmten Virus im Abwasser steckt.
Die Einstufung ist eine eigene Umsetzung öffentlich beschriebener Verfahren auf Basis der offenen Daten des BAG. Woher die einzelnen Bausteine stammen, steht unter «Herkunft der Methode». Das BAG hat die Einstufung weder vorgegeben noch geprüft.
Das BAG stellt die Messwerte je Kläranlage und Tag bereit. Einen schweizweiten Gesamtwert enthalten die Daten nicht, wir berechnen ihn selbst: Zuerst bilden wir je Anlage und Kalenderwoche das Mittel der vorhandenen Messwerte (in den letzten Jahren rund drei bis vier pro Woche und Anlage). Dann mitteln wir über die Anlagen und gewichten dabei mit der Einwohnerzahl des jeweiligen Einzugsgebiets. Das Ergebnis ist die mittlere Viruslast je 100’000 Einwohner im abgedeckten Einzugsgebiet.
Eine Woche zählt nur, wenn die Anlagen mit Messwert mindestens 50 Prozent der Einwohner aller zu diesem Zeitpunkt aktiven Anlagen abdecken. Eine Anlage gilt ab ihrem ersten Messwert als aktiv. Fehlen in einer Woche zu viele Anlagen, zeigen wir eine Lücke und rechnen nichts dazu. Das war in den Sommern 2024, 2025 und 2026 jeweils in einer Woche der Fall (um KW 30 und 31), und es betrifft die jeweils jüngste Woche, solange noch nicht alle Anlagen geliefert haben. Die Grenze von 50 Prozent haben wir selbst gewählt.
Die Wochenwerte glätten wir leicht: Der Wert einer Woche geht doppelt in den Mittelwert ein, die Werte der Vorwoche und der Folgewoche je einfach. Am Rand der Reihe fehlt ein Nachbar, dort rechnen wir mit den vorhandenen.
Verglichen wird mit den letzten zwei Jahren. Wir ordnen alle geglätteten Wochenwerte dieser Zeit und markieren die Grenze, unter der die niedrigsten zehn Prozent liegen (grün), sowie die Grenze, über der die höchsten zehn Prozent liegen (rot). Dazwischen verläuft die Skala gleichmässig, noch extremere Werte stehen am Rand. Der Marker zeigt also, wie hoch ein Virus im Vergleich zu seiner eigenen jüngeren Geschichte liegt. Die Viren untereinander lassen sich damit nicht vergleichen. Diese Art der Einordnung übernehmen wir von virenampel.de (siehe «Herkunft der Methode»).
Der Pfeil zeigt den Trend. Wir legen durch die Logarithmen der letzten drei ungeglätteten Wochenwerte eine Gerade (Methode der kleinsten Quadrate) und rechnen ihre Steigung auf 15 Tage um. Ändert sich der Wert danach um weniger als zehn Prozent, zeigt der Pfeil waagerecht, sonst nach oben oder unten. Als Zeitpunkt einer Woche gilt ihre Mitte, fehlt eine Woche, geht der echte Abstand ein. Liegen die drei Werte mehr als 28 Tage auseinander, zeigen wir keinen Pfeil. Das Verfahren (Regression der Logarithmen, Änderung über 15 Tage) beschreibt das CDC für Abwasserdaten. Die Grenze von zehn Prozent entspricht der Regel von virenampel.de, die drei Wochenwerte als Fenster haben wir gewählt. Drei Wochen glätten Ausreisser, ein einzelner Sprung ändert den Pfeil deshalb weniger als der Vergleich zweier Werte.
Messwerte erreichen uns mit Verzögerung. Die Einstufung gilt für den letzten Wochenwert und nicht für heute, sein Alter steht an jeder Karte («jüngster Messtag, vor ... Tagen»). Wir rechnen die Anzeige nicht in Richtung des Trends hoch.
Im Verlauf jedes Virus lässt sich zwischen «Schweiz gesamt» und «Pro Anlage» umschalten. Pro Anlage zeigen wir das Wochenmittel der Einzelmessungen jeder Anlage in einem eigenen Diagramm. Alle Diagramme haben dieselbe Skala, und die graue gestrichelte Linie zeigt den Gesamtwert. Die Werte sind je 100’000 Einwohner des jeweiligen Einzugsgebiets angegeben, so lassen sich Anlagen unterschiedlicher Grösse nebeneinander darstellen. Fehlen einer Anlage in einer Woche alle Messwerte, bleibt ihre Kurve dort unterbrochen. Skala und Einstufung gelten nur für den Gesamtwert und nicht für einzelne Anlagen.
Wir teilen die Skala in fünf gleich breite Abschnitte: Grundniveau, moderat, erhöht, stark und sehr stark. Die senkrechten Striche auf den Skalen markieren die Grenzen. Werte jenseits des grünen oder roten Punktes werden am Rand dargestellt. Der erste und der letzte Abschnitt umfassen deshalb auch alle noch extremeren Werte. Die gleich breiten Grenzen (20, 40, 60 und 80) übernehmen wir von virenampel.de, die Namen der Stufen haben wir selbst gewählt.
Die Stufen beschreiben, wie stark ein Signal im Vergleich zur eigenen Vergangenheit ausfällt. Sie sind keine Entwarnung: Auch in der untersten Stufe gibt es Infektionen, zumal die Abwasserdaten nur einen Teil des Landes abdecken und nicht auf Infektionszahlen kalibriert sind.
Die Berechnung der Einstufung baut auf zwei öffentlich beschriebenen Vorbildern auf. Diese Liste hält fest, was woher stammt:
Unterschiede zum CDC: Das CDC rechnet mit Logarithmus und Standardabweichung und legt die Stufengrenzen seit August 2026 aus den Daten der letzten 24 Monate fest. Wir bestimmen die Position wie bei virenampel.de linear zwischen dem 10. und dem 90. Perzentil, ohne Logarithmus und ohne Standardabweichung, und die Stufen sind gleich breit. Das CDC rechnet je Standort, wir mit dem schweizweiten Wochenwert.
Quellen der Methode:
Keine Kalibrierung auf Infektionszahlen. Wir haben für die Schweiz keine Umrechnung von der Viruslast auf Infektionszahlen und zeigen deshalb keine.
Ausgewählte Anlagen. Die Daten enthalten 11 Kläranlagen mit zusammen 2’012’193 Einwohnern im Einzugsgebiet, davon eine in Liechtenstein (FL), die mit ihrer Einwohnerzahl in den Wert einfliesst. Nach Stand der Daten vom 13.10.2026 haben bis Juni 2023 sieben Anlagen Werte geliefert, seit Juli 2023 sind es elf. Im zweijährigen Vergleichszeitraum haben also immer dieselben elf Anlagen gemessen. Den Anteil an der Schweizer Bevölkerung geben wir nicht an, weil wir ihn nicht belegt haben.
Bestimmungsgrenze. Ein Teil der Einzelmessungen liegt unter der Bestimmungsgrenze des Messverfahrens. Die Quelle liefert für diese Messungen trotzdem Werte, und wir verwenden sie unverändert. Im Vergleichszeitraum liegen darunter: SARS-CoV-2 25 Prozent, Influenza A 80 Prozent, Influenza B 84 Prozent und RSV 84 Prozent der Einzelmessungen. Wo es mehr als die Hälfte sind, weisen wir bei der Skala auf die geringe Aussagekraft hin. Diese Grenze von 50 Prozent haben wir selbst gewählt.
Unterschied zur Darstellung des BAG. In den Daten des BAG steht je Anlage ein Wert im Verhältnis zum bisherigen Höchstwert des 7-Tage-Mittels seit Juli 2023. Wir verwenden ihn nicht. Unsere Einstufung vergleicht den schweizweiten Wochenwert mit den letzten zwei Jahren. Beide Darstellungen können deshalb zu verschiedenen Einschätzungen führen.
Quellen:
Das BAG stellt für sechs der 11 Anlagen den Anteil der SARS-CoV-2-Varianten im Abwasser bereit (Aire, Basel, Chur, Laupen, Lugano und Werdhölzli). Die Datei füllt die Tage zwischen zwei Messungen mit interpolierten Werten auf. Wir verwenden nur die echten Messungen: je Anlage und Woche das Mittel der Messtage, dann gewichtet nach Einwohnern. Eine Woche zählt nur, wenn die Anlagen mit Messung mindestens 50 Prozent der Einwohner dieser Anlagen abdecken, sonst bleibt eine Lücke. Die Anteile beziehen sich auf die Sequenzierung der Abwasserproben. Sie sagen nicht, wie viele Menschen mit welcher Variante infiziert sind.
Im Diagramm haben die neun Varianten mit dem höchsten Wochenanteil im gezeigten Zeitraum eine eigene Farbe, alle anderen stehen unter «weitere Varianten». «Nicht bestimmt» heisst in der Quelle «undetermined». Beim Umschalten des Zeitraums können sich die Farben ändern, die Legende nennt die Zuordnung.
Zusätzlich lässt sich die genomische Überwachung des BAG bei Sentinella-Proben anzeigen. Sie ist monatlich und national, die jüngste Auswertung betrifft März 2026 mit 1 sequenzierter Probe. Pro Monat sind es oft nur wenige Proben, die Anteile sind dann sehr unsicher, und die Reihe liegt zeitlich deutlich hinter dem Abwasser zurück. Varianten, die auch im Abwasser gezeigt werden, behalten dieselbe Farbe. «Weitere Varianten» enthält hier auch die Kategorie «other» der Quelle.
Abwasserwerte verraten nicht, wie schwer Erkrankungen verlaufen oder wie stark das Gesundheitssystem belastet ist. Wir rechnen sie nicht in Erkrankungszahlen um und sie sagen nichts über dein persönliches Ansteckungsrisiko. Abwasserdaten und Sentinella stammen aus verschiedenen Messsystemen. Wir zeigen sie nebeneinander und verrechnen sie nicht. Die Quelle markiert die jüngsten Tage teilweise als unvollständig, deshalb kann sich die Einstufung der letzten Wochen noch ändern.
Die Angabe am Anfang dieses Reiters nennt den Tag der jüngsten Messung, die in die Auswertung eingeht: den jüngsten Messtag einer gültigen Woche.
Warum die neueste Woche oft fehlt: Die Anlagen liefern ihre Werte mit Verzögerung. In den Daten vom 13.10.2026 endeten die Messreihen am 28.09.2026, die laufende KW 40 hatte erst Werte von 4 der 11 Anlagen. Eine Woche verwenden wir erst, wenn die Anlagen mit Werten mindestens 50 Prozent der Einwohner abdecken. Bis dahin gilt die Woche davor. Das ist der Normalfall und kein Fehler. Sobald genug Anlagen nachgeliefert haben, rückt die Anzeige von selbst vor.
Anteil der positiven PCR-Proben im Sentinella-Netz des BAG, KW 40/2026 (28.09. bis 04.10.2026). Das sind keine Erkrankungszahlen.
2 von 23 Proben positiv. Das 95-Prozent-Intervall reicht von 2.4 bis 26.8 Prozent.
Trend: kein klarer Trend. 3 Wochen gepoolt (KW 38/2026 bis KW 40/2026): 5 von 62 Proben positiv (8.1 Prozent). Davor (KW 35/2026 bis KW 37/2026): 1 von 28 (3.6 Prozent). Exakter Test nach Fisher: p = 0.66.
1 von 23 Proben positiv. Das 95-Prozent-Intervall reicht von 0.8 bis 21.0 Prozent.
Trend: kein klarer Trend. 3 Wochen gepoolt (KW 38/2026 bis KW 40/2026): 3 von 62 Proben positiv (4.8 Prozent). Davor (KW 35/2026 bis KW 37/2026): 2 von 28 (7.1 Prozent). Exakter Test nach Fisher: p = 0.64.
0 von 23 Proben positiv. Das 95-Prozent-Intervall reicht von 0.0 bis 14.3 Prozent.
Trend: kein klarer Trend. 3 Wochen gepoolt (KW 38/2026 bis KW 40/2026): 0 von 62 Proben positiv (0.0 Prozent). Davor (KW 35/2026 bis KW 37/2026): 0 von 28 (0.0 Prozent). Exakter Test nach Fisher: p = 1.00.
In den letzten 52 Wochen (KW 41/2025 bis KW 40/2026) zählte das Sentinella-Netz 434 Influenza-Nachweise: Typ A 431 (H1N1 193, H3N2 238, nicht bestimmt 1), Typ B 3 (Victoria 3, Yamagata 0, nicht bestimmt 0). In diesem Zeitraum passen die Untergruppen nicht ganz zur Summe des Typs, was die Quelle nicht erklärt.
Das sind Nachweise bei Sentinella-Proben, keine Erkrankungszahlen. Bei wenigen Nachweisen sind die Anteile unsicher. Verlauf anzeigen
Die Sentinella-Datei des BAG enthält je Kalenderwoche die Zahl der untersuchten Proben und die Zahl der positiven Nachweise je Erreger (PCR). Wir zeigen die Positivitätsrate: Nachweise geteilt durch alle Proben der Woche. Das 95-Prozent-Intervall stammt aus der Datei. Wir haben es für alle verwendeten Zeilen als Wilson-Intervall nachgerechnet.
Trend. Einzelne Wochen enthalten oft nur wenige Proben. Ein Vergleich von zwei Wochen würde deshalb ständig die Richtung wechseln. Wir vergleichen daher die Proben der letzten drei Wochen (gepoolt) mit den drei Wochen davor und zeigen einen Pfeil nur, wenn der Unterschied nach dem exakten Test nach Fisher belastbar ist (p unter 0.05). Sonst steht «kein klarer Trend». Das heisst nicht, dass die Positivität stabil ist, sondern nur, dass die Proben für eine Aussage nicht reichen. Diese Regel haben wir selbst festgelegt. Sie ist nicht mit dem Pfeil bei der Viruslast im Abwasser vergleichbar.
Die Datei enthält keine Zahlen zu Arztbesuchen wegen Atemwegserkrankungen. Die Rate sagt deshalb nicht, wie viele Menschen erkrankt sind, sondern nur, welcher Anteil der untersuchten Proben positiv war. Die Zahl der Proben schwankt von Woche zu Woche stark. Bei wenigen Proben ist das Intervall breit und die Rate springt leicht. Eine Einstufung auf der Farbskala zeigen wir hier nicht.
Die Sentinella-Datei enthält die Influenza-Nachweise je Kalenderwoche nach Typ (A oder B) und Untergruppe (bei Typ A H1N1 und H3N2, bei Typ B Victoria und Yamagata). «Nicht bestimmt» sind die Nachweise, bei denen die Datei keine Untergruppe angibt. Wir zeigen die Zahlen der letzten 52 Wochen als Anteilsbalken und den Wochenverlauf als gestapelte Balken. Die Datei sagt nicht, wie die Untergruppe bestimmt wird. Pro Woche sind es oft nur wenige Nachweise, die Anteile schwanken dann stark. In einer Woche (KW 2/2026) ergeben die Untergruppen von Typ A eine Zahl, die nicht zur Summe des Typs passt, die Quelle erklärt das nicht.
Die Angabe am Anfang dieses Reiters nennt das Ende der zuletzt erfassten Kalenderwoche.
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